Stieg Larsson: Vergebung

Verfasst von Eric in Film

Die Verfilmung der Millennium Trilogie des leider verstorbenen Schriftstellers Stieg Larsson geht mit Vergebung in die dritte und letzte Runde. Der Film schließt mit seiner Handlung direkt an den zweiten Teil an und baut noch dichter auf diesem auf, als der Zweite auf dem Ersten. Dieser Film ist also meiner Meinung nach wirklich nur für Leute geeignet, die sich Verblendung und Verdammnis bereits angesehen haben.

Während die Bücher auch Nebenhandlungen innerhalb des Polizeiapparates und der Millennium-Redaktion betrachten, bleiben die Filme alle relativ eng an den Entwicklungen, die sich um Lisbeth Salander und ihren Vater drehen. Dadurch sind die drei Filme schnelle und durchaus actiongeladene Thriller auch wenn im dritten Teil sehr viel der Handlung im Krankenzimmer oder den Redaktionsbüros stattfindet.

Meine Wertung für den dritten Teil und die gesamte Reihe 8/10 Punkten

Verdammnis

Verfasst von Eric in Film

Verdammnis ist der zweite Teil, der Millennium-Triologie von Stieg Larsson. Der Film knüpft an die Handlungen des ersten Films an. Wer den ersten Teil nicht kennt wird nicht wirklich viel Spaß an dem Film haben. Zumindest sind die zwei Leute neben mir irgendwann gegangen und murmelten etwas von “Scheiß Film – Nächstes Mal informieren wir uns vorher, was wir anschauen.”

Man merkt dem Film deutlich an, dass er aus europäischer Feder stammt. Bei der Darstellung sexueller Handlungen wird mehr gezeigt als versteckt. Für einen Film, der eine FSK 16 Freigabe bekommen hat, ist auch der Gewaltanteil recht hoch. Der Film ist in dem Sinne nichts für Leute mit schwachen Nerven.

Meine Wertung: 7/10

Gegen jeden Zweifel

Verfasst von Eric in Film

Remake eines Film-Noir Klassikers aus den Fünfziger Jahren. Ein aufstrebender Fernsehreporter möchte die Story seines Lebens. Der Bezirksstaatsanwalt fälscht Beweise um Indizienprozesse zu gewinnen. Dessen sicher inszeniert sich der Reporter als Verdächtiger in einem Mordfall um den Staatsanwalt und Governeursaspiranten zu überführen…

Ein klassischer Justizthriller mit, wie ich finde guten Plottwists. Nicht zu geeignet für den reinen Actionfan, denn es gibt zwar Action aber die meiste Spannung liegt zwischen diesen Szenen.

Meine Meinung ist 8/10, womit ich sicher nicht zum Mainstream zähle, einige der anderen Besucher der Sneak-Preview waren da weniger begeistert.

Aber das mit den Sneak Previews ist auch immer so eine Sache. Ich wurde noch nie enttäuscht, weil ich keine besonderen Erwartungen habe. Man wird nur mit absolutem Glück in so einer Preview einen der Top-Blockbuster erwischen. Für mich sind die Sneak Previews die Tage an denen ich Filme sehe, die ich sonst sehr wahrscheinlich nie gesehen hätte, bei vielen anderen Besuchern frage ich mich oft: “Warum geht ihr in eine Sneakpreview?”

Deutschlandsstart ist der 4.2.2010

Stieg Larsson: Verblendung

Verfasst von Eric in Film

verblendungUm ehrlich zu sein, stand dieser Film zunächst gar nicht ganz oben auf meiner Liste der zu sehenden Filme. Doch ich habe ein sehr positives Review bei ker0zene gelesen. Also habe ich mich entschieden mir den Film doch anzusehen, das musste recht kurzfristig erfolgen, da er dem aktuellen Kinoprogramm nach nur noch heute gezeigt wurde.

Zugegebenermaßen habe ich das Buch auf dem der Film basiert nicht gelesen und aus diesem Grund kann ich natürlich nicht sagen, ob es eine gute Adaption ist.

Sicher ist allerdings, dass es den Machern gelungen ist einen großartigen Film zu erschaffen, der einen über zweieinhalb Stunden im Bann hält. Verblendung ist ein Actionthriller der Extraklasse, bei dem die Geschichte um die es geht, noch eine Nummer größer ist als man es sich am Anfang vorstellt.

Auf jeden Fall hat es sich gelohnt den Film zu sehen und ich gebe ihm eine Gesamtwertung mit 9/10 Punkten (halbe Punkte gebe ich nicht ;-) ).

Schon im Februar soll der zweite Teil in den Kinos erscheinen und darauf bin ich auf jeden Fall gespannt denn der ist sicher auf meiner ‘To-See-List’.

State of Play

Verfasst von Eric in Film

state_of_playDie heutige Sneak Preview war State of Play – Stand der Dinge.

Ein Politthriller, der seinem Genre absolut gerecht wird. Der Film lebt von seinen überzeugenden Darstellern und seiner Geschichte gleichermaßen.

Der erfahrene, ehrliche Reporter Cal McAffrey (Russell Crowe) arbeitet an einer Story zu einem ermordeten Drogenjunkie und niedergeschossenen Pizzafahrer. Einen Tag später stirbt Sonya, die Assistentin des Kongressabgeordneten Steven Collins (Ben Affleck) in einer U-Bahn Station. Der erfahrene Reporter erkennt einen Zusammenhang und beginnt mit seiner jungen Kollegin Della Frye (Rachel McAdams) tiefer in die Hintergründe einzutauchen. Was steckt hinter den mysteriösen Todesfällen?

Die Geschichte dreht sich um die Privatisierung der staatlichen Sicherheitsdienste, die Beziehung zwischen McAffrey und dem Abgeordneten, die Macht und Ohnmacht der Medien – hin und hergerissen zwischen dem Berufsethos des Journalisten an sich und den wirtschaftlichen Forderungen der Medienmogule.

Für einen abgebrühten Journalisten hängt McAffrey dann manchmal ein bisschen zu sehr der Berufsethos raus, was zu leichten Abzügen in der Wertung führt.

Der Film basiert auf einem Sechsteiler der BBC – dessen Handlung in England spielt, den ich allerdings nicht kenne.

Meine Wertung für den Film: 8/10
Ein ordentlicher Film mit guten Schauspielern.

Den vollen Plot und einiges an Trivia gibt es in der Wikipedia (engl.) oder auf Filmstarts.de (dt.)

Deutschlandstart: 18.06.

Illuminati

Verfasst von Eric in Film

illuminatiDie Verfilmung des Dan Brown Thrillers mit Tom Hanks in der Titelrolle ist ein schneller, actiongeladener Thriller, in dem der Symbologe Robert Langdon nur wenige Stunden hat eine Verschwörung aufzudecken und den Vatikan vor seiner Zerstörung zu bewahren.

Der Film ist mit 138 Minuten Spielzeit relativ lang und trotzdem ohne große Längen. Leider wurde er im Kino mit einer Pause gezeigt, was eine gewisse bremsende Wirkung hatte. Die Drehbuchautoren haben auch an der Geschichte an einigen Stellen ziemlich gedreht um den Stoff überhaupt auf eine filmbare Länge zu bringen. Umfangreiche Informationen finden sich in der Wikipedia (Achtung Spoiler)

Die Synchronstimme von Hanks passt meines Erachtens nicht zu der Rolle. Das ist wie im ersten Teil. Vielleicht ist die Stimme auch einfach durch Hanks Rolle in Forest Gump vorbelastet. Es ist nicht die Stimme eine Professors.

Der Film ist ein solider Kirchenthriller, dessen Story gegenüber der Buchfassung um einige Komplexitätsstufen heruntergeschraubt wurde.

Meine Gesamtwertung: 7/10

Duplicity

Verfasst von Eric in Film

Duplicity PosterDer Film fällt in das Genre romantische Agentenkomödie. Zwei Genres zu mischen ist in Ordnung und funktioniert auch in den meisten Fällen ganz gut. Romantische Komödien, oder Agentenkomödien. Immer wenn drei oder mehr Genres in einem Film oder Buch verarbeitet werden droht aber die Gefahr dass es am Ende nichts von alledem ist. 

In Duplicity liegen die Anteile bei 30% Romantik, 30% Komödie und 50% Agententhriller.

 

Ray Koval (Clive Owen) und Claire Stenwick (Julia Roberts) sind Agenten für CIA und MI6 die in die Privatwirtschaft wechseln und in der Wirtschaftsspionage zweier Pharmakonzerne tätig werden. Eine der Firmen wird ein neuartiges Produkt auf den Markt bringen und jeder beginnt sein eigenes Spiel zu spielen um an die Formel für das Produkt zu kommen. 

Wahrscheinlich könnte man den Film in die Tonne treten, wenn die Geschichte kontinuierlich erzählt worden wäre, das ist aber nicht der Fall. Es beginnt mit einer Rückblende die fünf Jahre in die Vergangenheit blickt, in dieser werden die beiden Ray und Claire vorgestellt. Danach beginnt das eigentliche Spiel dessen Spielzüge man erst durch die vielfältigen Rückblenden versteht. Immer tiefer wird man in das komplexe Katz und Maus Spiel hineingezogen. 

Durch die vielen Zeitsprünge besteht allerdings auch die Gefahr, dass man den Faden verliert. Insgesamt ein Film der am Ende überraschend gut ist und eine Auflösung erfährt die sich lohnt. 

Gesamtwertung: 7/10

Unbeugsam (Defiance)

Verfasst von Eric in Film

unbeugsamDas Kriegsdrama Unbeugsam in dem Daniel Craig die Rolle des polnischen Partisanen Tuvia Bielski übernimmt basiert auf einer wahren Geschichte im zweiten Weltkrieg. Tuvia und seine Brüder sammeln jüdische Flüchtlinge um sich und ziehen sich in die Wälder Ostpolens (Weißrusslands) zurück um zu überleben.

Der Film zeigt die Härte eines Krieges nicht nur direkt an der Frontlinie. Anfangs fand ich den Film nicht all zu überzeugend, die Dialoge wirkten ziemlich hölzern und kamen nicht gut rüber. Besser wurde es dann etwas später, da konnte man den schauspielerischen Leistungen dann doch etwas abgewinnen.

Die Musik ist hervorragend, leise, passend zur Szenenstimmung und es gibt an den richtigen Stellen auch gar keine Musik. Die Filmmusik zu Unbeugsam war für den Golden Globe und den Oscar nominiert, hat aber leider keinen der Preise abgeräumt.

Der Film beruht auf dem Buch Defiance: The Bielski Partisans von Nechama Tec deren Eltern und Geschwister durch die Bielski Partisanen gerettet wurden. Man kann davon ausgehen, dass die Figur des Tuvia schon in diesem Buch über die Realität hinaus gehoben wurde und der Film noch einmal eins auf diese Überhöhung aufsetzt. Der Film beginnt mit authentischen schwarz-weiß Aufnahmen und blendet dann direkt aus einer solchen Szene in den Film – das heißt das grieselige schwarz-weiß-Bild wird zu klarer bunter Kinoauflösung. Dazu wird der Satz Eine wahre Geschichte eingeblendet. Das ist der größte Kritikpunkt den ich am Film äußern möchte. Es ist ein Kinofilm und keine Dokumentation. Mit der Überblendung wird der Eindruck erweckt es sei genau so gelaufen die Grenzen zwischen authentischen, historischen Dokumenten und Legenden verschwimmen. Besser wäre meines erachtens der klassische Satz Basierend auf einer wahren Begebenheit gewesen.

Meine Gesamtwertung: 7/10

Nachtrag:
Ich finde es interessant, dass der Film in Deutschland als FSK 12 eingestuft wurde, in Amerika mir R. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Filme mit historischem deutschen Kontext automatisch eine niedrigere Einstufung erhalten. Nachdem die Laufzeit sowohl in der englischen wie auch der deutschen Wikipedia mit 137 Minuten angegeben ist, vermute ich er wurde nicht gekürzt …

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