Wissenschaftler haben in jahrelanger Arbeit aus der Spinnenseide von einer Millionen Spinnen ein goldenes Stück Stoff gewebt.

http://www.wired.com/wiredscience/2009/09/spider-silk/

Viele Welten? Viel Leben?

Verfasst von Eric in Nachrichten

Im Bereich der Science Fiction gibt es eine Frage die oft gestellt und immer wieder anders beantwortet wir: “Sind wir alleine im Universum? Gibt es da draußen noch jemanden?”

Wer sich ein wenig mit Science Fiction befasst, der ist wahrscheinlich das eine oder andere Mal über die Drake Funktion gestolpert. Es handelt sich um einen Multiplikatorischen Term, der die Anzahl von technisch hochentwickelten Abschätzen soll. In die Funktion fließen verschiedene Faktoren ein, die Anzahl der Sterne, der Prozentsatz von Sternen mit Planeten, der Prozentsatz von Planeten in der Lebenszone und einige mehr.

Das Problem an dieser Funktion ist die Spannbreite von Ergebnissen die man durch die Annahmen für die einzelnen Faktoren annehmen kann. Bis 1990 wusste man nicht ob es außerhalb des Sonnensystems überhaupt Planeten gab. Damals wurde der erste Extrasolare Planet entdeckt. Mittlerweile wurden mehr als 350 Planeten außerhalb des Sonnensystems entdeckt!

Wenn man sich ein Maßstabsmodell unseres Sonnensystems anschaut stellt man fest, dass die Planeten im vergleich Zur Sonne ziemlich klein sind. Es ist also extrem schwer einen Planeten überhaupt zu erkennen. Die Wissenschaft verwendet ein indirektes Nachweisverfahren. Im Physikunterricht lernt man, dass sich Massen immer Gegenseitig anziehen, das heißt die Sonne zieht die Erde an und umgekehrt. Ein Stern der ein Planetensystem hat eiert also. Davon ausgehend kann man berechnen wie groß der Planet sein muss, der das Eiern verursacht.

Das Problem bei dieser Technik, je kleiner ein Planet im Vergleich zu seinem Zentralgestirn ist, desto weniger wird der Stern eiern. Die ersten entdeckten Planeten waren dementsprechend auch Gasriesen in der Form des Jupiter. Je feiner die Methoden zum Nachweis von extrasolaren Planeten werden, desto kleiner werden die Planeten die man damit findet und desto mehr Planeten findet man in einzelnen Systemen.

Der Artikel in der L.A. Times, der mich zu diesem Beitrag bewogen hat, stellt ein Sternensystem vor das nur etwa 20 Lichtjahre entfernt liegt und in dem sich nicht nur der kleinste, bisher sicher nachgewiesene, extrasolare Planet mit zwei Erdmassen findet. Interessant ist dabei auch, dass sich in diesem System der erste nachgewiesene Exoplanet befindet, der in einer Entfernung um seinen Stern kreist in der Wasser mit hoher Wahrscheinlichkeit (wenn es auf dem Planeten vorhanden ist) flüssig wäre. Das wiederum ist eine Voraussetzung für das entstehen von Leben in der Art in der wir höheres Leben verstehen (biochemische Prozesse in Zellen).

Zurück zu meiner Grundfrage: Ausgehend von der Drake-Gleichung scheint sich ein Faktor immer mehr in Richtung “Ja es gibt Leben – vielleicht auch intelligentes” zu verschieben nämlich die Anzahl von Planeten auf denen Leben entstehen könnte.

Betrachtet man die Grundlagen der Physik in unserem Sonnensystem, so wäre es meines erachtens schon sehr unwahrscheinlich wenn es nur vereinzelt Sterne mit Planeten gäbe. Bisher wurden bei etwa 7% der Sterne die man untersucht hat tatsächlich Planetensysteme gefunden, aber je besser die Nachweismethoden werden, desto höher wird dieser Prozentsatz bei neu untersuchten Sternen. Und auch bei so manchem bereits negativ untersuchten Stern wird im zweiten oder dritten Anlauf ein Planet gefunden.

Planeten eine Seltenheit – scheinbar nicht

Leben einmalig – Ich denke nicht

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