Inglourious Basterds

Verfasst von Eric in Film

inglourious_basterdsDie Werke von Quentin Tarantino stechen aus dem Mainstream-Film auf ihre ganz eigene Art heraus, fast wie die Bilder von M.C. Escher oder Salvador Dali in einer Kunstgalerie.

Geht man von diesem Vergleich aus, dann kann man vielleicht verstehen, warum die Bandbreite der Kritiken zu Tarantinos neuem Film Inglourious Basterds so weit gestreut ist – extreme Kunst reißt die Betrachter in mindestens zwei Lager.

Laut Tarantion ist der Film ein Italo-Western vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs mit dem zentralen Thema der Rache. .

Der Film ist in fünf Kapitel aufgeteilt, die in chronologischer Abfolge liegen und bis auf das erste Kapitel in der ersten Jahreshälfte 1944 spielen. Die einzelnen Kapitel kann man dabei durchaus mit den fünf Akten im klassischen Theater vergleichen.

Ich habe bisher nur die deutsche Fassung sehen können, werde mir in diesem Fall aber auf jeden Fall die DVD holen um mir die Originalfassung (von englischer Fassung kann man bei der Vielsprachigkeit des Films schlecht reden) anzuschauen. Ich gehe davon aus, dass es im Kino keine englische Fassung geben wird, da der größte Teil der Zuschauer für mindestens eine der Sprachen Untertitel braucht.

Die schauspielerischen Leistungen der einzelnen Darsteller sind sehr unterschiedlich. Für mich ragen besonders Christoph Waltz als SS Oberst Hans Landa (die goldene Palme hat er verdient) und Mélanie Laurent als Shosanna Dreyfus heraus. Nicht ganz so überzeugend fand  ich die Leistungen von Brad Pitt (das kann natürlich an der Synchronisierung liegen) als Lt. Aldo Raine und Diane Kruger als Bridget von Hammersmark.

Die genialsten Einstellungen des Films finden sich, wie ich finde, in Kapitel 3, im Gespräch von Landa und Shosanna, sowie die erste Szene des 5. Kapitels.

Für die Deutsche Fassung gebe ich 8/10 als Gesamtwertung und warte gespannt auf die DVD.

Transformers – Die Rache

Verfasst von Eric in Film

TransformersMit dem Nachfolger zum Transformers Film von 2007 schafft Regisseur Michael Bay ein absolutes Action-Feuerwerk.

Die Geschichte balanciert zwischen Komödie und Tragik und der Zuschauer wird einfach hindurchgerissen.

Bei der Gestaltung der Transformers wurde sehr viel Detailverliebtheit offenbar, doch nicht nur die Bilder überzeugen, auch die Charaktere. Einige der Roboter bringen mehr Emotionen rüber, als es mancher Schauspieler schafft. Durchgeknallt, ist sowieso mehr als einer, egal ob Roboter oder Mensch, sie sind alle verrückt.

Auch wenn es sich um einen klassischen Actionfilm handelt, wirft er einige moralische Fragen auf insbesondere – Wie sehr ist unsere Herkunft unsere Bestimmung und wie weit können wir unser Schicksal selbst bestimmen? Haben wir eine Wahl, das eigene Schicksal zu verändern. (Leider bleibt die Beantwortung an einer Stelle nicht konsistent)

Die Geschichte knüpft an die Ereignisse des ersten Films an, es ist also empfehlenswert, den vorher gesehen zu haben.

Meine Wertung: 8/10 (geniale Effekte, coole Charaktere – Abzüge für die logische Inkonsequenz)

Terminator – Die Erlösung

Verfasst von Eric in Film

terminatorWenn ich große Erwartungen an den Film gehabt hätte, wären sie wohl nicht erfüllt worden.

Rückblickend, auf die bisher erschienen vier Teile, halte ich Terminator 2 noch immer für den besten Film der Reihe.

Die Effekte im Film sind hervorragend, egal ob das den Mensch-Maschine Hybrid Marcus Wright betrifft oder die Vektorschubmaschinen. Die Schauspielerischen Leistungen und die Story kommen leider an die Qualität der Special Effects bei weitem nicht heran.

Ich verzichte in meinen Film-Reviews ja so weit es geht auf Spoiler, und das werde ich auch in diesem Fall. Um ehrlich zu sein, es gäbe nicht viel zu spoilern. Ich glaube, man kann die Handlung in zwei Sätzen zusammenfassen. Der Plot ist reicht nicht für einen Roman, sondern höchstens für eine Kurzgeschichte, das merkt man dem Drehbuch und damit dem Film auch an.

Insgesamt hatte der Film für einen Actionfilm zu wenig Action, für einen großen Film zu wenig Story … (und so weiter)

Meine Wertung: 6/10 (Die Effekte retten ihn vor dem Untergang)

Unbeugsam (Defiance)

Verfasst von Eric in Film

unbeugsamDas Kriegsdrama Unbeugsam in dem Daniel Craig die Rolle des polnischen Partisanen Tuvia Bielski übernimmt basiert auf einer wahren Geschichte im zweiten Weltkrieg. Tuvia und seine Brüder sammeln jüdische Flüchtlinge um sich und ziehen sich in die Wälder Ostpolens (Weißrusslands) zurück um zu überleben.

Der Film zeigt die Härte eines Krieges nicht nur direkt an der Frontlinie. Anfangs fand ich den Film nicht all zu überzeugend, die Dialoge wirkten ziemlich hölzern und kamen nicht gut rüber. Besser wurde es dann etwas später, da konnte man den schauspielerischen Leistungen dann doch etwas abgewinnen.

Die Musik ist hervorragend, leise, passend zur Szenenstimmung und es gibt an den richtigen Stellen auch gar keine Musik. Die Filmmusik zu Unbeugsam war für den Golden Globe und den Oscar nominiert, hat aber leider keinen der Preise abgeräumt.

Der Film beruht auf dem Buch Defiance: The Bielski Partisans von Nechama Tec deren Eltern und Geschwister durch die Bielski Partisanen gerettet wurden. Man kann davon ausgehen, dass die Figur des Tuvia schon in diesem Buch über die Realität hinaus gehoben wurde und der Film noch einmal eins auf diese Überhöhung aufsetzt. Der Film beginnt mit authentischen schwarz-weiß Aufnahmen und blendet dann direkt aus einer solchen Szene in den Film – das heißt das grieselige schwarz-weiß-Bild wird zu klarer bunter Kinoauflösung. Dazu wird der Satz Eine wahre Geschichte eingeblendet. Das ist der größte Kritikpunkt den ich am Film äußern möchte. Es ist ein Kinofilm und keine Dokumentation. Mit der Überblendung wird der Eindruck erweckt es sei genau so gelaufen die Grenzen zwischen authentischen, historischen Dokumenten und Legenden verschwimmen. Besser wäre meines erachtens der klassische Satz Basierend auf einer wahren Begebenheit gewesen.

Meine Gesamtwertung: 7/10

Nachtrag:
Ich finde es interessant, dass der Film in Deutschland als FSK 12 eingestuft wurde, in Amerika mir R. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Filme mit historischem deutschen Kontext automatisch eine niedrigere Einstufung erhalten. Nachdem die Laufzeit sowohl in der englischen wie auch der deutschen Wikipedia mit 137 Minuten angegeben ist, vermute ich er wurde nicht gekürzt …

Powered by WordPress
Theme: Black Bible
© Eric Pöhlsen - Alle Rechte vorbehalten.