Die Werke von Quentin Tarantino stechen aus dem Mainstream-Film auf ihre ganz eigene Art heraus, fast wie die Bilder von M.C. Escher oder Salvador Dali in einer Kunstgalerie.
Geht man von diesem Vergleich aus, dann kann man vielleicht verstehen, warum die Bandbreite der Kritiken zu Tarantinos neuem Film Inglourious Basterds so weit gestreut ist – extreme Kunst reißt die Betrachter in mindestens zwei Lager.
Laut Tarantion ist der Film ein Italo-Western vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs mit dem zentralen Thema der Rache. .
Der Film ist in fünf Kapitel aufgeteilt, die in chronologischer Abfolge liegen und bis auf das erste Kapitel in der ersten Jahreshälfte 1944 spielen. Die einzelnen Kapitel kann man dabei durchaus mit den fünf Akten im klassischen Theater vergleichen.
Ich habe bisher nur die deutsche Fassung sehen können, werde mir in diesem Fall aber auf jeden Fall die DVD holen um mir die Originalfassung (von englischer Fassung kann man bei der Vielsprachigkeit des Films schlecht reden) anzuschauen. Ich gehe davon aus, dass es im Kino keine englische Fassung geben wird, da der größte Teil der Zuschauer für mindestens eine der Sprachen Untertitel braucht.
Die schauspielerischen Leistungen der einzelnen Darsteller sind sehr unterschiedlich. Für mich ragen besonders Christoph Waltz als SS Oberst Hans Landa (die goldene Palme hat er verdient) und Mélanie Laurent als Shosanna Dreyfus heraus. Nicht ganz so überzeugend fand ich die Leistungen von Brad Pitt (das kann natürlich an der Synchronisierung liegen) als Lt. Aldo Raine und Diane Kruger als Bridget von Hammersmark.
Die genialsten Einstellungen des Films finden sich, wie ich finde, in Kapitel 3, im Gespräch von Landa und Shosanna, sowie die erste Szene des 5. Kapitels.
Für die Deutsche Fassung gebe ich 8/10 als Gesamtwertung und warte gespannt auf die DVD.