Stieg Larsson: Vergebung

Verfasst von Eric in Film

Die Verfilmung der Millennium Trilogie des leider verstorbenen Schriftstellers Stieg Larsson geht mit Vergebung in die dritte und letzte Runde. Der Film schließt mit seiner Handlung direkt an den zweiten Teil an und baut noch dichter auf diesem auf, als der Zweite auf dem Ersten. Dieser Film ist also meiner Meinung nach wirklich nur für Leute geeignet, die sich Verblendung und Verdammnis bereits angesehen haben.

Während die Bücher auch Nebenhandlungen innerhalb des Polizeiapparates und der Millennium-Redaktion betrachten, bleiben die Filme alle relativ eng an den Entwicklungen, die sich um Lisbeth Salander und ihren Vater drehen. Dadurch sind die drei Filme schnelle und durchaus actiongeladene Thriller auch wenn im dritten Teil sehr viel der Handlung im Krankenzimmer oder den Redaktionsbüros stattfindet.

Meine Wertung für den dritten Teil und die gesamte Reihe 8/10 Punkten

Drachenzähmen leicht gemacht

Verfasst von Eric in Film

Der neue Animationsfilm aus dem Hause Dreamworks hat es in sich. Vordergründig ist es ein bunter, lustiger Animationsfilm. Kurzweilig und ohne besondere Plottwists.

Macht man aber einen Schritt zurück, dann versteckt sich ziemlich viel hinter der bunten Oberfläche. Es fängt an mit dem Vater-Sohn-Konflikt zwischen einem Vater der genau weiß, was er von seinem Sohn erwartet und der sicher ist, dass dieser das nicht erfüllen kann und gleichzeitig einem Sohn, der die Erwatungen seines Vaters kennt und sie eigentlich erfüllen möchte, bis er seine wahre Bestimmung erkennt.

Es geht um Tradition – Wir kämpfen, weil wir seit neun Generationen kämpfen. Wir wissen, dass die Drachen gefährlich sind und deshalb müssen wir sie töten.

Der Film zeigt, was es bedeutet ein Held zu sein – nicht nur sich selbst zu überwinden sondern auch die Gesellschaft zu überwinden. Das war auch nur ein Teil der Themen, die sich in diesem bunten Familenfilm verstecken, da geht es auch um Liebe, um Verantwortung und …

Schaut ihn euch selbst an.

Auf jeden Fall sehenswert 8/10 Punkte

Alice im Wunderland

Verfasst von Eric in Film

Ein Alice in Wunderland von Tim Burton mit Johnny Depp das musste ich mir natürlich ansehen. Leider hat es mich nicht wirklich überzeugt. So doof das vielleicht klingt, mir war dieses Wunderland zu normal. Das Wunderland ist eine Welt, in der die Logik aufgehoben wird, in der Träume Realität werden und ein kleines Mädchen dadurch zur Heldin. Es sollte eine völlig unvorsehbare Welt sein in der die Ordnung auf einem komplexen Chaos basiert.

Dafür ist der Plot allerding von Anfang an zu geradlinig und vorhersehbar, sowohl in der Wunderwelt wie auch in der Außenwelt. Das ist Schade.

Daher nur eine Gesamtwertung von 6/10 Punkten.

Shutter Island

Verfasst von Eric in Film

Es ist eine gute Frage, wie man diesen Film beschreiben soll. Martin Scorsese versucht sich an einem Hitchcock’schen Psycho-Horror-Thriller im Film Noir Stil.

Der Film ist brutal. Wer mich kennt, der weiß, dass ich dieses Attribut nur selten vergebe. Es gibt in diesem Film Szenen bei denen es mir kalt den Rücken runtergelaufen ist.

So weit hätte der Film dann eigentlich die vollen zehn Punkte verdient.

Leider gibt es Abzüge in der B-Note. Sicher, das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg waren prägend für die Vereinigten Staaten in den Fünfziger Jahren, aber ich fand es persönlich zu viel Nazis hier, Nazis da…

Außerdem kam der Soundtrack bei mir nicht an. Die Tonstimmung wirkte auf mich ein bisschen zu synthetisch, nicht zur Zeit passend. In meinen Augen hätte ein dichterer Soundtrack besser gepasst als die abgehakten Einzelakkorde mit denen viele Szenen unterlegt waren.

Insgesamt ist der Film stellenweise ‘zu viel’, einfach zu dick aufgetragen.

Gesamturteil 7/10 Punkten

Wichtigster Tipp, wer diesen Film schauen möchte, sollte sich nicht zu viele Reviews anschauen – die Spoilergefahr bei diesem Film ist sehr hoch.

Up in the Air

Verfasst von Eric in Film

Einer der Filme, die mich absolut positiv überrascht haben. Ich ging ja davon aus, dass es sich primär um eine der üblichen Beziehungskisten handelt, doch das stimmt nicht. Der Film dreht sich um die Art des Lebens – um Lebenskonzepte und die Frage was wir eigentlich brauchen.

Das, was die Schauspieler dort vor der Kamera leisten ist großes Kino. In einer der Rezensionen, die ich vorher überflogen hatte (ich weiß leider nicht mehr in welcher) hieß es: “Wenn man in zehn Jahren fragt, welcher Film 2010 der wichtigste für das Kino war, so lautet die antwort vermutlich Avatar – doch wenn es darum geht welcher den Zeitgeist widerspiegeltm, so ganz sicher Up in the Air.

Es geht um einen Handlungsreisenden, der Mitarbeitern ihre Kündigung ‘verkauft’ und er macht das so gut dass er dem Zuschauer nach den ersten Szenen sympatisch ist – trotz seines Jobs.

Es dreht sich um die junge Universitätsabsolventin, die hochintelligent ist, aber noch viel über das Leben lernen muss.

Der Film ist eine geniale Tragikomödie, die den Zuschauer zwischen den Extremen der Einsamkeit und der Liebe hin und her reißt.

Meine Wertung: 9/10

Surrogates

Verfasst von Eric in Film

Wahrscheinlich hat jeder schon einmal von Second Live gehört. Man schlüpft mit einem Avatar in eine 3D Welt und erlebt diese Online. Surrogates geht weiter. Die Menschen schlüpfen mit ihrem verstand in Roboterkörper, mit denen sie in der wirklichen Welt unterwegs sind.

Seit Jahren ist der Großteil der Weltbevölkerung nicht mehr vor die eigene Haustür gegangen und auch der FBI Agent Tom Greer (Bruce Willis) ist schon lange nicht mehr wirklich vor der Türe gewesen. Dann geschieht ein Mord. Ein echter Mord. Ein Operator, der Mensch hinter dem Surrogate, wird durch seinen Ersatzkörper hindurch getötet.

Greer steht plötzlich zwischen allen Fronten, dem FBI, den wenigen Menschen die noch wirklich Leben und der Firma, die sich für die Surrogates verantwortlich zeichnet.

Der Film zeichnet eine soziale und technologische Dystopie gepaart mit einem soliden Actionfilm. Der Stoff hätte allerdings durchaus Stoff für mehr geboten. Er reicht allerdings nicht an Filme ähnlicher Thematiken wie I, Robot oder Minority Report heran.

Meine Wertung: 7/10

Zombieland

Verfasst von Eric in Film


Ein Film zum gar nicht ernstnehmen, ein bisschen Persiflage und ein bisschen ernsthafter Zombie-Outbrake-Film.

Natürlich wird in dem Film ordentlich gesplattert, aber es gibt auch gut zu lachen, wenn man nicht zu zartbesaitet ist.

Sehr cool ist natürlich der kurze Auftritt von Bill Murray als Bill Murray.

Wertung 5/10 (+2 für Zombiefans / -3 für alle die es nicht sind)

Ninja Assassin

Verfasst von Eric in Film


Ich bin ja einem Actionfilm grundsätzlich nicht abgeneigt. Die Story des Films ist natürlich eher eine Nebensache – wie in den meisten Kampfkunstfilmen geht es ums kämpfen.

Die Story im Groben: Eine Europolagentin versucht einige Morde mit uralten Ninjaclans in Verbindung zu bringen. Dafür wird sie natürlich von ihren Kollegen verlacht und von den Ninjas verfolgt. Ihr Überleben hängt alleine an einem Mann, einem abtrünnigen Ninja …

Der Grund warum ich über diesen Film schreibe ist, dass er einer der wenigen ist, in denen die Wirkung von Schwertern und Klingenwaffen einigermaßen realistisch dargestellt wird. Sieht man davon ab, dass der übliche Hollywood Mythos – Menschen enthalten 30 Liter Blut unter 5 bar Druck – bedient wird.

Eine kleine Warnung, man sollte sich den Film wirklich nur antun, wenn man kein Problem damit hat, dass Menschen deutlich sichtbar in Hackfleisch verwandelt werden.

Wertung: 6/10

Avatar

Verfasst von Eric in Film

Deutscher Trailer kann leider nicht eingebettet werden

Bis zu 500 Millionen Dollar hat er gekostet, rechnet man alle Kosten der Distribution und Marketing mit rein. Damit handelt es sich mit deutlichem Abstand um den teuersten Film, der bisher produziert wurde.

Der Stoff ist nicht neu, es handelt sich um die Pocahontasgeschichte in der Form wie sie schon von Disney aber auch ähnlich in Der mit dem Wolf tanzt erzählt wurde.

Der technisch überlegene Weiße (Mensch), der das Land der Ureinwohner um des Profits wegen erobern möchte. Es geht um den einen Mann, der erkennen muss, dass die Wilden mehr sind als Barbaren.

So gesehen ist es ein Western im Science-Fiction-Gewand.
James Cameron hat für diesen Film eine komplett neue Aufnahmetechnik entwickelt, mit der die stereoskopische (zwei parallel angeordnete Kameras im Augenabstand) Aufnahme noch bei weiten übertroffen wird. Das kann einem als Zuschauer zwar egal sein, denn das spielt für das Betrachten des Films keine Rolle, doch vermutlich wird es die Zukunft der Filmemacherei deutlich beeinflussen.

Wirklich beeindruckt an dem Film hat mich James Camerons Interpretation der Gaia-Hypothese, die auf Pandora noch weit tiefer reicht als die von Lovelock postulierte für die Erde …

Mein Gesamturteil: 9/10

2012

Verfasst von Eric in Film

2012Irgendjemand meinte während der Pause: “Ich glaube Roland Emmerich hat genau ein Drehbuch und das verfilmt er immer wieder neu.” Das ist viellicht ein wenig sehr pauschalisiert.

158 Minuten Verwüstung und Weltuntergang, das ist die kürzeste Zusammenfassung die man zu dem Film bringen kann. Darüberhinaus werden natürlich die klassischen Fragen des globalen Katastrophenfilms behandelt.

Das Schicksal einiger weniger unglücklicher, stellvertretend für die Millionen oder gar Milliarden namenlosen Toten einer solchen globalen Katastrophe.

Mehrere Familiengeschichten, denn es gibt nichts wichtigeres im Angesicht des sicheren Todes die zerrütteten Familienverhältnisse zu kitten – das klingt jetzt vielleicht sarkastisch, aber später bleibt dafür nunmal keine Zeit mehr.

Der Film ist, was seine Bilder betrifft, gewaltig. Ich finde es schade, dass es keine 3D Fassung gibt, denn ich glaube die würde einen im wahrsten Sinne des Wortes einfach aus dem Kinosessel spülen.

Was man bei den Film nicht tun sollte, ist auch nur im Entferntesten über das nachzudenken was man sieht, denn das geht ziemlich schief!

Mein Fazit (in diesem Fall etwas aufgespalten):

Bilder: 10/10
Weltuntergang: 9/10
Handlung: 5/10
Realität&Logik*: 3/10

Gesamt: 7/10

*Ich habe erst überlegt in diesem Fall noch ein bisschen über die Realität und Logik zu philosophieren, aber das mache ich vermutlich an einem anderen Ort …

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