Meine Arme schlenkern mit jedem Schritt vor und zurück, ich balle sie zu Fäusten und lasse sie wieder locker. Winterwind umfließt mich, ich bade darin.

Die Luft ist kalt, den meisten Leuten viel zu kalt, mein Atem kondensiert in der frostigen Nachtluft und in meinem Bart setzt sich der Dampf als Eis ab. In dieser Nacht hat es minus zehn, vielleicht auch minus fünfzehn Grad. Es ist fast drei Uhr morgens, die dünne Schneeschicht knirscht bei jedem Schritt unter meinen Füßen.

Ich muss schmunzeln, wenn ich die fröstelnden Raucher vor den Türen der Clubs und Bars sehe. Ich liebe die Kälte, wohl ein nordisches Erbe in mir. Von der Weihnachtsfeier, auf der ich war, bis zu mir nach Hause, bin ich fast eine Stunde unterwegs und ich genieße jeden Meter.

Richtig gut wird es, als ich aus der Altstadt raus bin und oben am Galgenberg ankomme. Endlich umgibt mich die Stille, die für mich zu einer solchen Winternacht gehört. Die Ruhe einer eiskalten Nacht weckt in mir immer wieder eine meiner bestern Erinnerungen, ich schließe die Augen nur für einen Moment und genieße die Bilder und Gefühle dieser wertvollen Erinnerung, bevor ich die letzten Meter nach Hause gehe.

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