Archiv für September, 2009

Die Frau des Zeitreisenden

Verfasst von Eric in Film

fdzDer Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Audrey Niffenegger aus dem Jahr 2003 und erzählt die etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte von Henry und Clare.
Henry ist ein Zeitreisender, der durch einen genetischen Defekt immer wieder aus der Zeitebene fällt und sich in der Zukunft oder Vergangenheit wiederfindet. Dummerweise kommt immer nur er an, nicht seine Kleidung oder was auch immer er bei sich hat. So lernt er als ca. 40 jähriger die 6-jährige Clare kennen.
Wirklich kennen lernen tut er sie aber erst mitte 20, zu dem Zeitpunkt ist sie etwa 18 und hat schon viele seiner zukünftigen Ichs kennengelernt.

Die Geschichte verwendet keinen Gedanken darauf wie das mit der Zeitreise funktioniert, es dreht sich nur darum, wie lieben sich zwei Menschen deren Beziehung nicht der üblichen Chronologie entspricht.

Der Autor verwendet für sein Buch das Konzept, das ich immer als “robuste Zeit” bezeichne. Die Zeitlinie ist fest und lässt sich nicht verändern. Das ist ein Konzept, das gerade im Rahmen von Zeitreisen die Frage nach dem “Freien Willen” des Menschen aufwirft.

Ich fand den Film insgesamt in Ordnung und gebe ihm 6/10 Punkte auf meiner Skala.

Wahltag …

Verfasst von Eric in Politik

… und keiner geht hin.






Wie ich festgestellt habe, geht keiner aus unserer WG heute zur Bundestagswahl!






Das hat einen guten Grund, wir haben schon alle per Briefwahl abgestimmt.






Nutze dein Recht! Geh wählen, denn es heißt Deutschland sei eine Demokratie. Demokratie lebt vom Mitmachen!

Wissenschaftler haben in jahrelanger Arbeit aus der Spinnenseide von einer Millionen Spinnen ein goldenes Stück Stoff gewebt.

http://www.wired.com/wiredscience/2009/09/spider-silk/

Sonntag ist Bundestagswahl, geh wählen!

In unserem Grundgesetz kommt das Wort Freiheit weit öfter vor als das Wort Sicherheit.

Wählt Freiheit statt Bananenrepublik.

USA geben Reisewarnung für Deutschland aus:

http://www.travel.state.gov/travel/cis_pa_tw/pa/pa_3241.html

Freiheit ist keine Randnotiz

Verfasst von Eric in Politik

freiheit

Am 27. September ist Bundestagswahl und ich hoffe, dass möglichst viele Menschen ihr Bürgerrecht wahrnehmen.

Wer nicht wählen geht sollte sich hinterher nicht über die Arbeit der Regierung beschweren, denn wer seine Stimme nicht abgibt ist für die Regierung die er bekommt.

Auch wenn ich nicht mit allen Positionen der Piratenpartei übereinstimme gibt es in meinen Augen keine andere Partei die so überzeugend für unsere Freiheit steht wie die Piraten, deshalb geht meine Stimme an die Piraten und ich hoffe viele andere sehen das genau so.

http://www.piratenpartei.de

Wer am Sonntag keine Zeit hat, kann auch jetzt schon in seinem Rathaus oder Bürgerzentrum seine Wahlunterlagen abholen und auch dort direkt in eine Wahlurne stecken!

District 9

Verfasst von Eric in Film

district-9Im Pseudo-Doku-Stil gedrehter Science-Fiction Film, der eigentlich in der Vergangenheit spielt. Der Film zeigt einen Erstkontakt auf eine ganz andere Art wie wir sie sonst so oft zu sehen bekommen. Über lange Sequenzen erinnert District 9 an die Dokumentationen die man oft bei NTV, N24 und anderen Nachrichtensendern zu sehen bekommt. Diese Art den Film zu machen gibt eine besonders realistische Atmosphäre.

Das zentrale Thema des Films sind vordergründig die Angst vor Fremden und ethnische Säuberungen, doch das hört es nicht auf, auf der anderen Seite wird eine Welt gezeigt in der Privatunternehmen staatliche Aufgaben übernehmen, die MNU als Rüstungsunternehmen und Söldnerarmee für die UIO (=UNO) das ‘Handling’ der Alienangelegenheiten übernimmt.

Der Film ist vollgestopft mit Special Effects aber er wird davon nicht erschlagen. Die Aliens, von den Menschen alles andere als liebevoll, als Shrimps bezeichnet, sind einfach großartig.

Ich gebe diesem Film mit 9/10 fast die Höchstpunktzahl

District 9 kostete ca. 30 Mio US$ in der Produktion, damit ist es nach den heutigen Standards ein Film mit mittlerem Budget. Der Betrag wurde schon am Eröffnungswochenende wieder eingespielt. Damit ist ein zweiter Teil nicht ganz unwahrscheinlich.

Oben

Verfasst von Eric in Film

obenUnd die Moral von der Geschicht? Das ist eine Frage, die man in den meisten Fällen nach einem Kinobesuch nicht unbedingt stellen sollte.

Der neue Pixar Animationsfilm, ‘Oben‘ zeigt eine der wohl wichtigsten Lebensweisheiten und beleuchtet sie sogar aus mehreren Blickwinkeln:

  • Lebe deinen Traum!
  • Mach es, bevor es zu spät ist!
  • Aber kannst du dir sicher sein, dass aus deinem Traum noch kein blinder Egoismus geworden ist?

Insgesamt ein lustiger Film der aber auch nachdenklich macht.

Wie andere Pixar Filme ein absolut mit Liebe zum Detail gestalteter Film mit sehr ausdrucksstarken Charakteren und sehr schöner Grafik. Das wohl beste an diesem Film ist, die Geschichte wird durch die Grafik lebendig – Oben ist mehr als nur schöne Bilder

Meine Wertung: 8/10

Übrigens war ich ein wenig überrascht, bei einer Sneak Preview mit eine angegebenen Altersfreigabe ab 16 mit dem Vorfilm ‘Teilweise Wolkig‘ begrüßt zu werden.

Kinostart: 17.09.

Coraline

Verfasst von Eric in Film

coralineIch weiß ja nicht nach welchen Kriterien die Altersfreigabe durch die FSK erfolgt, doch die Entscheidung diesen Film mit einer Freigabe ab 6 zu versehen erscheint mir nicht sehr durchdacht.

Einige der Kinder fanden den Film auf jeden Fall nicht wirklich lustig und es ist ja auch kein lustiger Film. Natürlich sind die Figuren zum schreien komisch, die Charaktere in ihrer Ausgestaltung einfach nur krank. Dazu kommen diverse Szenen die einen grinsen lassen, doch die Geschichte spielt mit Kinderträumen und pervertiert sie in abgrundtiefen Horror.

Dem Team, das den Film realisiert hat gelingt es einen verspielten Knetmasse-3D-Animations-Horror Film zu machen der einem mehr als einmal den Schauer über den Rücken jagt.

Mein Gesamturteil: 8/10

Weitere Empfehlung: Nicht für Kinder unter 10 Jahren geeignet.

Inglourious Basterds

Verfasst von Eric in Film

inglourious_basterdsDie Werke von Quentin Tarantino stechen aus dem Mainstream-Film auf ihre ganz eigene Art heraus, fast wie die Bilder von M.C. Escher oder Salvador Dali in einer Kunstgalerie.

Geht man von diesem Vergleich aus, dann kann man vielleicht verstehen, warum die Bandbreite der Kritiken zu Tarantinos neuem Film Inglourious Basterds so weit gestreut ist – extreme Kunst reißt die Betrachter in mindestens zwei Lager.

Laut Tarantion ist der Film ein Italo-Western vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs mit dem zentralen Thema der Rache. .

Der Film ist in fünf Kapitel aufgeteilt, die in chronologischer Abfolge liegen und bis auf das erste Kapitel in der ersten Jahreshälfte 1944 spielen. Die einzelnen Kapitel kann man dabei durchaus mit den fünf Akten im klassischen Theater vergleichen.

Ich habe bisher nur die deutsche Fassung sehen können, werde mir in diesem Fall aber auf jeden Fall die DVD holen um mir die Originalfassung (von englischer Fassung kann man bei der Vielsprachigkeit des Films schlecht reden) anzuschauen. Ich gehe davon aus, dass es im Kino keine englische Fassung geben wird, da der größte Teil der Zuschauer für mindestens eine der Sprachen Untertitel braucht.

Die schauspielerischen Leistungen der einzelnen Darsteller sind sehr unterschiedlich. Für mich ragen besonders Christoph Waltz als SS Oberst Hans Landa (die goldene Palme hat er verdient) und Mélanie Laurent als Shosanna Dreyfus heraus. Nicht ganz so überzeugend fand  ich die Leistungen von Brad Pitt (das kann natürlich an der Synchronisierung liegen) als Lt. Aldo Raine und Diane Kruger als Bridget von Hammersmark.

Die genialsten Einstellungen des Films finden sich, wie ich finde, in Kapitel 3, im Gespräch von Landa und Shosanna, sowie die erste Szene des 5. Kapitels.

Für die Deutsche Fassung gebe ich 8/10 als Gesamtwertung und warte gespannt auf die DVD.

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