Daraufhin lässt man sich fallen und kugelt den Hügel herunter bis zum nächsten Stein. Als Kind denkt man dabei nicht weiter über die möglichen Gefahren dieses Spiels nach.

Als Erwachsener dann schon mehr, man spielt das ganze in einem Schutzanzug und beschießt sich mit Farbkugeln. Dieses und ähnliche Kriegsspiele wollen Politiker jetzt verbieten.

Das ist doch bescheuert. Zu behaupten Menschen sind an sich gewalttätig ist vielleicht ein wenig überzogen aber mal ehrlich, Menschen sind nicht gerade gemütlich grasende Herdentiere.

Vielleicht sollte man auf unsere Herkunft schauen und dabei beachten dass unsere Zivilisation nur eine dünne Schicht erlernter Ethik ist, die unser stark territoriales und rudelbezogene Verhalten überdeckt.

Der Mensch braucht offensichtlich Gewalt, ansonsten ließen sich all die Kriege und Verbrechen die wir begangen haben seit wir das Feuer entdeckten und uns aus der afrikanischen Steppe über die Welt hinaus ausbreiteten nicht erklären.

Ich vertrete die These dass wir Gewaltspiele – angefangen von Cowboy & Indianer oder Räuber & Gendarm, über Live-Rollenspiele bis hin zu Paint-Ball und Laserdom oder Computerspielen wie Doom, Counterstrike & Co. – spielen um diese tief in unserem genetischen Erbe verankerte Aggressivität zu kanalisieren. In unserer friedlichen Welt, oder besser in den Teilen der Welt in denen die Gesellschaft einigermaßen friedlich funktioniert, müssen wir ein Ventil finden um unsere gewalttätige Natur zu bändigen.

Computerspiele oder reale Gewaltspiele machen keine Gewalttäter, ich denke es gibt einfach einzelne Menschen deren Aggressivitätspotential so hoch ist, dass es sich nicht durch das Spiel im Zaum halten lässt. Amoktaten wie in Winnenden werden sich durch all den Aktionismus genausowenig verhindern lassen wie eine Vergewaltigung in einer Straßenecke oder ein Mord aus Eifersucht. Es wird immer Menschen geben bei denen das Tier durchbricht.

Gewalt steckt in unserer Natur und Ethik entsteht nicht durch Politik!

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