Amazee vs. Amazon …
… oder David vs. Goliath.
Markenrechte, ich habe ja Wirtschaft studiert und behaupte diese Art von Rechten sind genau wie Urheberrechte im Prinzip nichts Schlechtes. Eigentlich sind Markenrechte eine besondere Form von urheberrechtlich geschützten Begriffen oder Symbolen.
An sich sollte es darum gehen mit einer Marke einen Wiedererkennungsfaktor zu schaffen, der ein Unternehmen oder ein Produkt von anderen abhebt. Das Markenrecht sollte dazu dienen mich als Markeninhaber vor Nachahmern zu schützen.
Nehmen wir als Beispiel die fiktive BlueSquareCommunication, einen Handyhersteller. Das Markenrecht dient dazu ihn gegen einen Handyhersteller zu schützen der sich vielleicht GreenSquareCommunications nennt. Es dient aber nicht dazu dass er jemand anderem verbietet BlueCircle Autos herzustellen.
Dummerweise neigen Unternehmen, je größer sie werden, dazu ihr Markenrecht um so weiter auszulegen – Ein Beispiel dafür ist ein deutsches Unternehmen das ein Monopol auf die Farbe Magenta haben wollte. Und das ist eine der vier Grundfarben für den Druck!
Kommen wir zurück zu dem konkreten Fall:
Amazon kennt jeder, das ist ein größerer amerikanischer Buchversand, mittlerweile eher ein Gemischtwarengeschäft.
Amazee kannte ich bis heute nicht, es ist eine Seite die Projekte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und dem Umweltschutz unterstützt.
Amazon behauptet nun, Amazee verletze ihre Namensrechte und Markenrechte.
Moment? Amazon, also da denke ich an Amazonas oder so etwas
Amazee – klingt wie Amazing (engl. erstaunlich) hat irgendwie nicht viel miteinander zu tun. Auch die Logos sehen sich nicht wirklich ähnlich. Also was soll ich bitte verwechseln?
Gut, wenn Amazee jetzt Bücher verkaufen würde könnte man vielleicht von einem Nachahmer ausgehen, aber Bücher verkauft Amazee ja nicht gerade
Wo ist das Problem? Wenn es um Markenrechte großer Unternehmen geht dann werden Verstöße teuer. Gerichtskosten errechnen sich in den meisten Ländern nach dem Streitwert und auch Anwälte lassen sich gerne nach Streitwert bezahlen. Die Taktik großer Unternehmen besteht leider oft darin ungerechtfertigte Markenansprüche anzumelden und darauf zu bauen dass der kleine Gegner einfach nachgibt.
Amazee hat das nicht vor und möchte möglichst viel Aufmerksamkeit bekommen, hier mein Beitrag. Mehr zu dem Thema findet ihr auf der Seite von Amazee (coole Illustration mit Lego Minifigs
)
heise.de berichtete ebenfalls, außerdem gibt es Artikel bei bloggingtom, bö und cdv!
Hm, interessanter Blog – gleich mal gefeeded. Äääh… oder so
ich hoffe ich enttäusche meine Leser nicht und bleibe bei der Stange. Das ganze ist ja noch recht frisch …
das Problem für die Unternehmen ist doch, dass sie ihre Marken auch verteidigen müssen. Eine ähnliche, wohlmöligch verletztende Marke muss als “bekämpft” werden, um dem Markenschutz aufrecht zu erhalten, oder nicht?
Dazu kommt, dass Du ja hervorhebst, dass amazon ein amerikanisches Unternehmen ist, und daher vermutlich auch eher “emason” ausgesprochen werden dürfte. und das geht dann eben einem “emasii” sehr nahe. Zumindest ich sehe da auch keinen Zufall, vielmehr scheint mir, ist der Name durchaus bewusst gewählt, um eine Ähnlichkeit hervorzurufen. Amazon ist eben mitlerweile ein fester Begriff in den Ländern, in denen es agiert. Da will sich jemand dranklammern und Amazon gefällt das nicht. Big deal. Bin trotzdem gespannt, wie’s ausgeht
Kommentar hinzufügen